METIS Stiftung unterstützt Ausstellung von Aki Inomata im Kunstmuseum Bonn

Bonn, 29. April 2026 – Unter großem Publikumsandrang wurde am Mittwochabend die Einzelausstellung „Mit-Werden“ der japanischen Künstlerin Aki Inomata im Kunstmuseum Bonn eröffnet. Die METIS Stiftung begleitete die feierliche Vernissage als offizieller Förderer des Projekts.


Dass das Interesse an Inomatas Werk, das sich an der Schnittstelle von Biologie, Technologie und Kunst bewegt, groß ist, zeigte sich bereits vor Beginn der Reden: Das Forum des Museums war bis auf den letzten Platz gefüllt, sodass das Museumsteam kurzfristig zusätzliche Bestuhlung bereitstellen musste.

Grußworte und kuratorische Einführung


In ihrer Eröffnungsrede betonte Dr. Ursula Sautter, Bürgermeisterin der Stadt Bonn, die Relevanz von Inomatas Arbeiten für die internationale Kunststadt Bonn. Sie hob hervor, wie die Künstlerin den Dialog zwischen den Spezies fördere. Dr. Claudia Emmert, Intendantin des Kunstmuseums, und Kurator Tizian Holzbach führten anschließend in die wissenschaftlichen und ästhetischen Konzepte der Ausstellung ein. Im Zentrum stand dabei der Begriff des „Mit-Werdens“, der die gegenseitige Abhängigkeit und das Zusammenwirken von Mensch und Umwelt beschreibt.
Den Abschluss des offiziellen Teils bildete die Künstlerin Aki Inomata selbst, die dem Publikum Einblicke in ihre langjährigen Forschungsprozesse und die Zusammenarbeit mit lebenden Organismen gab.


Die ausgestellten Werke im Detail


Die Ausstellung umfasst mehrere zentrale Werkgruppen, die die Grenzen zwischen natürlicher Schöpfung und menschlichem Design ausloten:

 

  • „Why Not Hand Over a 'Shelter' to Hermit Crabs?“: Die Schau präsentiert drei Originale dieser Serie. Dabei handelt es sich um mittels 3D-Scan und -Druck präzise gefertigte, transparente Kunststoffgehäuse für Einsiedlerkrebse, in deren Inneren die Skylines von Weltstädten eingearbeitet sind. Ein begleitendes Video zeigt den Moment des Einzugs der Tiere in diese künstlichen Behausungen.
  • „Think Evolution #1: Kiku-ishi (Ammonite)“: Eine Videoarbeit dokumentiert den Versuch eines Octopus, eine nachgebildete Ammoniten-Schale zu besiedeln – eine künstlerische Auseinandersetzung mit der evolutionären Geschichte dieser verwandten Arten.
  • „Memory of Currency“: In dieser Serie kombiniert Inomata politische Ikonografie mit biologischem Wachstum. Es werden drei Originale sowie Videoinstallationen gezeigt, die den Entstehungsprozess illustrieren: Kleine Büsten von Persönlichkeiten wie George Washington, Karl Marx oder Mao Zedong, die klassischerweise auf Geldscheinen zu finden sind, werden in Austernschalen platziert. Die Austern überziehen diese Porträts im Laufe der Zeit mit einer Schicht aus Perlmutt, wodurch die Symbole globaler Währungssysteme in organische Schmuckstücke transformiert werden.

Förderung durch die METIS Stiftung


Die METIS Stiftung ermöglichte die Realisierung dieser tiefgründigen Ausstellung durch eine zweckgebundene Spende. Mit dieser Förderung setzt die Stiftung ihr Engagement fort, innovative künstlerische Positionen zu unterstützen, die einen neuen Blick auf unsere Umwelt und die Rolle des Menschen darin werfen.


Die Ausstellung „Mit-Werden“ ist ab sofort für die Öffentlichkeit zugänglich.